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Challenge Roth 2009 – Die Zuschauersicht

Nachdem Reiner (3. Langdistanzstart und zum zweiten mal Roth) und Stefan (Langdistanzdebüt) für die Challenge Roth 2009 gemeldet waren, war für uns klar auch dieses Jahr wieder als Zuschauer und in Supporterfunktionen mit an der Rennstrecke zu sein. Anders als zwei Jahre zuvor haben wir uns diesmal allerdings weit besser vorbereit. Bereits am Samstag später Nachmittag sind wir in unsere Übernachtungsstätte nach Nürnberg gefahren (Vielen Dank, Alex, für die Bereitstellung Deiner Wohnung!), um am Sonntag einen kurzen Anreiseweg zu haben.

Sonntag, 05:00 (!!!), der Wecker klingelt. Immerhin konnten wir als Zuschauer eine Stunde länger im Bett verharren als Reiner, bei dem die Nacht bereits um 04:02 endete. Kurze Katzenwäsche und Joghurt mit Erdbeeren zum Frühstück. Mehr Zeit blieb nicht, denn um 05:30 war die Abfahrt geplant, um rechtzeitig zum Schwimmstart der Profis in Heuberg an der Brücke zu stehen. Kurz vor Heuberg dann die Ernüchterung: Stau zu den Zuschauerparkplätzen. Gibt es wirklich so viele Verrückte, die bereits um diese Uhrzeit als Zuschauer mit dabei sind? Anscheinend schon.

Naja, machen wirs kurz: Schwimmstart der Profis leider verpasst, dafür aber schnell die Pfaffenhofener Supportertruppe gefunden und pünktlich um 07:05 den Start unserer Athleten verfolgt. Aufgrund der einheitlich schwarzen Neoprenanzüge und grünen Badekappen konnte wir sie allerdings nicht explizit ausmachen. Daher erstmal kurz zum Kaffeetrinken und Kuchen/Wurstsemmelessen an die Wechselzone. Und wie wir dachten rechtzeitig zurück auf die Brücke, um sie beim Radstart gleich mal anzufeuern. Nachdem aber beide ca. 5mins schneller als geplant unterwegs waren, haben wir beide fast übersehen. Aber nur fast. Gegen 8:20 kam erst Stefan und ein paar Minuten später Reiner über die Brücke. Für anspornende Wort hat es aber dennoch gereicht. 🙂

Challenge Roth: Benji

Jetzt hatten wir erstmal Zeit. Also haben die PAFler erstmal ihr Zelt ab und wir unsere Räder zusammengebaut. Zusammen ging’s dann weiter zum ersten Stimmungsnest an den Solarer Berg. Hier herrschte dann schon zusätzlich angefacht durch BR3 absolute „Tour de France“ Stimmung. Die Fahrer wurden hier durch die Menschenmengen regelrecht nach oben gepeitscht. Und ich denke, den meisten hat es auch sichtlich Freude bereitet und motiviert … zumindest hat man trotz der Quälerei viele freudestrahlende und lächelnde Gesichter gesehen (und sogar einen der noch freudiger eine SMS auf seinem Blackberry geschrieben hat :O).

Auch hier kamen unsere beiden Triathleten vor der Zeit gegen 10:15 zum ersten mal durch. Leider haben sie uns nicht gesehen, was bei den Menschenmengen und der engen Durchfahrtsgasse auch kein Wunder ist.

Nun stand ein weiterer längerer Warteblock auf dem Programm. Kurze Überlegung, ob es nun weiter zur Biermeile nach Eckersmühle geht oder ob wir uns auch die zweite Runde am Solarer Berg anschauen. Die Entscheidung ist schnell gefällt: Wir bleiben. Zum einen um uns die Führungsgruppe um Stadler und Wellington anzuschauen und zum anderen um uns für den Rest des Tages mit einem kühlen Bier, Pasta, Kaffee und Kuchen zu stärken.

12:30: Unsere Freunde haben nun schon gut 150km auf dem Tacho und wir stehen diesmal weiter unten am Solarer Berg. Und ja sie sehen uns diesmal. Wieder kommt Stefan zuerst um die Kurve. Ca. 2-3 Minuten später Reiner. Mit Reiner schaffen wir sogar ein kurzes Abklatschen. Allein dafür hat es sich schon gelohnt zu kommen. Jetzt schnell weiter, um unsere Sportler auf dem Rad zum dritten und auch letzten mal zu sehen …

Challenge Roth - Abklatschen

Nun geht es auch weiter zur Marathonstrecke. Wie 2006 wollten wir auch dieses Jahr wieder zur Brücke Nähe Eckermühle, denn hier kommen die Athleten insgesamt viermal vorbei. Auf dem Weg dorthin sind wir auch wieder auf die Spitzengruppe der Profis gestoßen. Vorne dran jetzt schon Michael Göhner, der die Challenge später auch sich entscheidet. Gefolgt von Jacobs und Stadler. Unglaubliche 30 mins später kam auch schon Chrissie Wellington. (Wie macht die Frau das nur?!?)

Challenge Roth: Reiner

Für unsere beiden Triathleten begann nun auch wirklich ein spannender Verfolgungskrimi. Erst war noch Stefan vorne („Noch 15km bis Malle!“), bei der dritten Begegnung an der Brücke dann erstmals Reiner. Beim vierten und letzen mal dann wieder Stefan. Die Strapazen des Tages war den beiden dann mittlerweile doch ziemlich anzusehen. So sind wir die restlichen 4km auf der Strecke mit den Läufern mitgeradelt. Hier war dann auch schnell klar (also uns als Zuschauer), dass die beiden eine Zeit von unter zehn Stunden ernsthaft schaffen können. Reiner konnte dann bei km 40 nochmal auf Stefan auflaufen, hatte dann aber mit einem offenen Schuhband zu kämpfen. Das war auch der Zeitpunkt, als beide Waffenstillstand beschlossen und die letzten Kilometer zusammen bewältigten, um dann auch gemeinsam in einer sensationellen und überraschenden Zeit von 9 Stunden 55 Minuten und 26 Sekunden gegen 17:00 die Ziellinie erreichten.

Anschließend gabs noch einen kurzen Finisher-Talk, bevor wir dann – müde und zufrienden – unseren Heimweg antraten …

Platz Pl.AK Startnr. Name AK Swim T1 Bike T2 Run Finish
338 89 1055 Kastizen, Reiner M35 01:10:37 00:03:35 05:06:26 00:03:34 03:31:16 09:55:26
339 79 1062 Zehznter, Stefan M30 01:09:09 00:03:25 05:05:03 00:02:48 03:35:02 09:55:26

Den Rennbericht vom Reiner gibt hier und den Rennbericht vom Stefan hier. Die Bilder der Challenge könnt Ihr Euch hier anschauen!

Zum Abschluss noch an die Ironmänner: Herzlichen Glückwunsch und Respekt vor dieser großartigen Leistung!

[Nachtrag/Korrektur] Auf der Marathonstrecke kam an der Brücke schon das erste mal Reiner vor Stefan vorbei. Er hatte ihn ja auch schon vor Schwanstetten unwissentlich eingeholt. Stefan war dann beim dritten mal an der Brücke wieder in Führung.