Kalifornien – San Diego – 2. Teil

Heute will ich mit meinem Urlaubsbericht fortfahren. Das letzte Mal hab ich Euch von unserem Wochenende in Las Vegas erzählt. Dieses mal geht es auf einen Road Trip Richtung Kaliforniens Süden.

Am Sonntag, 5.12., sind wir ja wieder aus Las Vegas zurückgekehrt. Nach einer erholsamen Nacht in der Casa Meggl haben wir den Hausherrn in die Arbeit geschickt und uns selbst ein Auto (einen ultraschicken Nissan) gemietet. Um nicht unnötig in Hektik zu verfallen, sind wir dann aber erstmal mit Isi und Paula zum netten Japaner im die Ecke auf ein bisschen Sushi und Chlorwasser gegangen, um frisch gestärkt die Fahrt Richtung San Diego zu beginnen.

Entlang dem Highway No. 1 sind wir erstmal am Pazifik Richtung Los Angeles gefahren. Unser Weg führte vorbei an etlichen Surfer Points, den Sandstränden (die u.a. auch durch die US-Erfolgsserie Baywatch bekannt sind, obwohl sie da nie gedreht wurden) und Villen von Malibu, dem Santa Monica Pier immer weiter nach Los Angeles.

Am Venice Beach haben wir dann erstmals eine Pause eingelegt und uns am Boardwalk und Muscle Beach die Beine vertreten. Leider haben wir kaum Open-Air-Bodybuilder zu Gesicht bekommen, dafür aber genügend andere Sportbegeisterte, Straßenkünstler und leicht entrückte Selbstdarsteller (z.B. mit selbst gebauten Rollschuhen, Mantel, Bermudashorts und E-Gitarre). Alles in allem ein sehr bunter und interessanter Anblick mit absolut genialer Sonnenuntergangskulisse.

Die restliche Fahrt nach San Diego vorbei an Orange County, Newport Beach, Carlsbad, … legten wir dann bei Dunkelheit zurück. Unser Hotel haben wir gegen 9am erreicht und somit den Abend nur noch bei einem leckerem In-N-Out-Burger und einem Bier im Hotelzimmer ausklingen lassen.

Apropos In-N-Out: Diese Burgerkette ist wärmstens zu empfehlen und hat neben leckeren Fries, die im Laden noch frisch aus der Kartoffel zubereitet werden, auch noch sehr leckere Burger. Außer den offiziellen Burgern gibt es noch ein paar „Secret Menues“, die bestimmt auch den Steggl noch interessieren könnten:

  • „3-by-3“ = three meat patties and three slices of cheese.
  • „4-by-4“ = four meat patties and four slices of cheese.
  • „2-by-4“ = two meat patties and four slices of cheese.
  • „Double Meat“ = like a Double Double without cheese.
  • „3 by Meat“ = three meat patties and no cheese.
  • „Animal Style“ = the meat is cooked and fried with mustard and then pickles are added, extra spread and grilled onions are added.
  • „Animal Style Fries“ = fries with cheese, spread, grilled onions and pickles (if you ask for them).
  • „Protein Style“ = for all you low-carbohydrate dieters, this is a burger with no bun (wrapped in lettuce).
  • „Flying Dutchman“ = two meat patties, two slices of melted cheese and nothing else – not even a bun!
  • Fries „Well-Done“ = extra crispy fries . . . even better than the regular!
  • Fries „Light“ = opposite of fries well-done, more raw than most people like ‚em
  • „Grilled Cheese“ = no meat, just melted cheese, tomato, lettuce and spread on a bun.
  • „Veggie Burger“ = burger without the patty or cheese. Sometimes we call this the „Wish Burger.“
  • „Neapolitan“ Shake = strawberry, vanilla and chocolate blended together.

Die Animal Style Burger sind ein absoluter Traum, die Animal Style Fries dagegen aber fast schon eine komplette Mahlzeit für sich. Da musste sogar unser Endlosesser Alex ein paar übrig lassen.

Tags drauf sollte es dann erstmal nach Mexiko gehen. Mit dem Mietauto darf man die Grenze leider versicherungsbedingt nicht überqueren und so haben wir uns dann zu Fuß Richtung Tijuana aufgemacht. Einmal durchs Drehkreuz ohne Grenzkontrolle und schon ist man da. Tijuana selbst muss man nicht unbedingt gesehen haben. D.h. man sieht eigentlich auch nicht viel, weil man ständig angequatscht wird, ob man sich nicht mit Tequilla und Bier die Lichter ausschießen will, um dann endlich seine geheimsten, unerfüllten Sexwünsche auszuleben. Wer damit Probleme hat, kann sich auch gleich seine Jahrespackung Viagara nebenan für lau kaufen …

Also machten wir uns nach einer halben Stunde wieder auf, um die Grenze in die Vereinigten Staaten zu überqueren. Nach einer Stunde Wartezeit und genauer Überprüfung des Visums inkl. Scan der Tasche konnten wir endlich San Diego in Angriff nehmen.

Zunächst war Coronado dran. Coronado ist eine Halbinsel in der San Diego Bay, die am Besten über die 1968 eröffnete Coronado Bridge zu erreichen ist. Der Nordteil der Insel beherbergt die Naval Base Coronado, in der sich unter anderem eins von zwei Hauptquartieren der U.S. Navy-Seals befindet. Im Südteil der Insel merkt man davon nichts mehr (wenn man mal von tieffliegenden Jets und Hubschrauber absieht). Hier herrscht absolute Kleinstadtidylle mit schön angelegten Gärten, genauso wie man es aus den Hollywood Blockbustern kennt. Hier wollten wir dann am Strand eigentlich auch unsere Boogie Boards ausprobieren, doch leider ist das Meer im November bereits so kalt, dass wir uns ohne Neoprenanzug nicht in die Fluten getraut haben. Aber zumindest die Füße habe wir dann doch noch kurz in den Pazifik gehalten (Was sein muss, muss sein!).

Anschließend ging es weiter zum Point Loma bzw. Cabrillo View Point von wo aus man einen sensationellen Blick auf den Hafen, den Flughafen, Coronado und natürlich San Diego selbst hat. Letzteres stand dann am Ende des Tages auf dem Programm. Hier war vor allem das Gaslamp Quarter sehr beeindruckend. Ich denke Fräulein Irene wird hier Anfang 2007 bei Ihrem Praktikum sehr schöne 3 Monate verleben können …

Der dritte und letzte Tag unseres Ausflugs war hauptsächlich davon bestimmt den Alex zu seinem Rückflug nach München zu bringen. Deshalb sind wir auch nicht direkt zurück gefahren (warum auch), sondern haben erstmal einen Abstecher Richtung Osten in den Anza-Borrego Desert State Park gemacht. Dort angekommen haben wir uns mit dem richtigen Verhalten beim Antreffen einer Klapperschlange oder einer Wildkatze vertraut gemacht, um dann zu Fuß einen kleinen Marsch durch die Wüste zum Borrego Palm Canyon zu unternehmen. Hier ist noch anzumerken, dass ein Brummen aus einem Busch in der Regel kein Knurren einer Wildkatze ist, sondern die schnellen Flattergeräusche der Flügel eines Kolibris.

Nach zwei Stunden Wüstentrail ging es dann weiter zum Salton Sea, dann nach Norden nach Palm Springs.

Hier wurde dann langsam die Zeit knapp. Ihr wisst, der Alex musste seinen Flug erreichen. Und so sind wir dann direkt mit dem Feierabendverkehr zurück nach Los Angeles, wo ich den Alex gerade noch rechtzeitig am Flughafen LAX abliefern konnte. Anschließend führte mich der Weg zurück nach Ventura …

Alle Bilder von unserem Road Trip findet Ihr hier.

[ to be contiuned … ]