Kalifornien – Las Vegas – 1. Teil

Wie die Zeit vergeht. Mitterweile sind schon wieder zwei Wochen seit meiner Rückkehr aus Kalofornien vergangen und es wird langsam Zeit das Erlebte hier in schriftlicher Form festzuhalten, bevor ich nur noch mutmaßen kann, wo wir denn überall gewesen sind.

Begonnen hat mein Kalifornienurlaub am Donnerstag, 2.11. logischerweise mit einem Flug nach Übersee (nein, nicht das, sondern das) und unlogischerweise neben einem dicklicheren, wortkargen Italiener, der die Hälfte meines Platzes gleich mit in Anspruch genommen hat. Aber was solls, kaum 11:30 Stunden später konnte ich meinen linken Arm auch schon wieder ungehindert bewegen und mich nach Fingerabdrücken und Digitalfoto fast direkt in den Shuttlebus nach Ventura begeben, das ich kurz vor Mitternacht Ortszeit dann auch endlich erreicht habe.

Gleich am nächsten Morgen (okay, es war fast schon Mittag) sind wir (also Steggl, Alex und ich) mit einem schicken BMW X5 in unser von langer Hand geplantes Jungswochenende nach Las Vegas aufgebrochen. Unser Weg führte uns über Los Angeles durch die Mojave Wüste direkt in die Stadt der Sünde.

Hier muss vorab gleich bemerkt werden, dass wir uns natürlich strikt nach der Grundregel dieser Stadt richten: “What happens in Vegas, stays in Vegas”. Ab hier also über Vegas nur noch die Basics!

Nachdem wir erstmal mit offenem Mund und ausgerüstet mit Fotoapparaten den Strip abgefahren sind, haben wir mit einem kühlen Weihenstephaner Bier (ja, auch das gibt es hier zu kaufen) unser Zimmer im Sahara Casino bezogen, um uns wenig später direkt in das wilde Treiben der Stadt zu stürzen. Gestärkt durch ein paar Burger im Harley-Davidson, konnten wir uns dann auch das Venice, New York New York, MGM, Bellagio und wie sie alles heißen, anschauen, um dann letztendlich im Tropicana mit dem Zocken (also Black Jack) zu beginnen (d.h. die anderen beiden haben begonnen, ich hatte zu diesem Zeitpunkt ein wenig mit Jetlack zu kämpfen).

Kaum ein paar Stunden später sind wir ausgestattet mit einer Riesenmagaritha und einem neuen Sixpack mit der Monorail wieder zurück Richtung Hotel, um endlich mal die Schlafplatzfrage mittels 9erln zu klären (3 Jungs und 2 Doppelbetten) und hier hat endlich mich mal das Glück geküßt (das sollte das letzte Mal für dieses Wochenende im Hinblick auf Glückspiele sein).

Tags drauf haben wir uns nach einem reichaltigen Frühstücks-/Mittags-/Nachmittags-All-U-Can-Eat-Buffet Richtung Stratosphere Tower aufgemacht, um den wunderbaren Ausblick vom höchsten Punkt der Stadt und gleichzeitig höchstem freistehenden Turm in Amerika zu genießen. Nebenbei bemerkt findet man auf dem Dach des Turm auch gleich noch den höchstgelegenen Vergnügungspark der Welt:

Mit dem Big Shot kann man sich den Turmmast hochkatapultieren [ Anm: Auf 1081 feet / 330m ] lassen und kehrt dann im freien Fall von etwa 50 Metern wieder auf den Ausgangspunkt [ Anm: 921 feet / 280m ] hoch über den Dächern von Las Vegas zurück. Bei “Big Shot” wirken 4 G auf den Fahrer und man ist an der Spitze für eine kurze Zeit schwerelos. Die zweite Attraktion am Dach des Turms (seit 2003) heißt X-Scream und lässt einen im wahrsten Sinne des Wortes über die Kante der Plattform stolpern. Der jüngste Nervenkitzel “Insanity – The Ride” ist eine Art Kettenkarussel mit freiem Blick in die Tiefe.

[ Wikipedia ]

Wer mal in Las Vegas und ausserdem absolut schwindelfrei ist, sollte diese Fahrgeschäfte unbedingt ausprobieren (alle drei Fahrgeschäfte inkl. Ticket für den Aufzug nach oben: $26). Das X-Scream ist einfach nur krank, Insanity ist wunderschön und das Big Shot gibt einen ordentlichen Adrenalin-kick.

Nach dieser Erfahrung stand für den Abend nur noch ein wenig Zocken auf dem Programm …

Den Sonntag und gleichzeitig letzten Tag in Vegas haben wir mit einem Weißwurst-Frühstück im Hofbräuhaus Las Vegas begonnen. Inkl. deutscher Bedienung und bayerischer Kapelle. Die Weißwürste haben wir übrigens gekocht und nicht gebraten bestellt …

Frisch gestärkt ging es dann weiter Richtung Hoover Dam: Den Namen trägt er übrigens nicht vom ehemaligen FBI-Direktor J. Edgar Hoover, sondern vom 31. Präsidenten der Vereinigten Staaten Herbert C. Hoover. Die Staumauer selbst ist mit Worten kaum zu beschreiben und besticht durch seine unglaubliche Größe und Gewalt. Ausserdem kann man hier eine Zeitzone zu Fuß überqueren, was dann auch gemacht haben.

Entgegen der weitläufigen Meinung bezieht Las Vegas übrigens seinen Strom nicht von Wasserkraftwerk des Damms, sondern von wesentlichen teuren Gaskraftwerken. Der damalige Bürgermeister von Las Vegas lehnte eine Versorgung ab. Neuverhandlungen soll es erst 2017 wieder geben.

Noch voll von den Eindrücken der letzten Tage haben wir uns dann wieder Richtung Ventura aufgemacht.

Alle Bilder aus Las Vegas und vom Hoover Dam findet Ihr hier.

[ to be continued ... ]

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