Aerger um Fluester-Wiesn

Die gedrosselte Lautstärke der Musik in den Oktoberfest-Zelten hat die Besucher auf die Barrikaden gebracht. Alle hätten nur geschimpft, berichtete Wirtesprecher Roiderer. Die Gäste hätten in Sprechchören Partyhits verlangt. Die Wirte hatten nach einem Stadtratsbeschluss zugesagt, die Stimmung vor 18.00 Uhr nicht mit „heißer“ Musik anzuheizen und die Lautstärke unter 85 Dezibel zu halten.

[ via BR online ]

Dieses Konzept ist bestimmt für die Werktage recht praktikabel. Wenn man allerdings an die Wochenenden denkt, an denen man schon ziemlich früh auf die Wiesn muss, um überhaupt einen Platz für mehrere Personen zu bekommen, macht das in meinen Augen recht wenig Sinn bis 18:00 Uhr warten zu müssen. Da kann ich den Protest der Gäste durchaus verstehen. Zumal gestern bei „Wiesn live“ des Bayerischen Fernsehens darauf hingewiesen wurde, dass man die Musik unter 85db bei vollem Bierzelt durch den eh schon ziemlich starken Geräuschpegel eh nicht wirklich hören kann. Vielleicht läßt sich der Stadtrat spontan für die Wochenenden doch noch erweichen.

Unterdessen wurde bekannt, dass Wiesnwirt Hagn die von ihm vorgeschlagenen Plastikkrüge einigen verblüfften Gästen tatsächlich vorgesetzt hat.

Pfui! Mehr sog i ned!

Update (22.09.2005):
Einen ganz klaren Vorteil hat die Flüster-Wiesn auf jeden Fall für die Sicherheitskräfte: Die Zahl der vorläufigen Festnahmen ist um 35 Prozent, die der Diebstähle um 17 Prozent gesunken.