Distanz in der Muenchner U-Bahn

Da lese ich doch gerade in verschiedenen Münchner Blogs (Minga.de, EGO.writer, blog* aus heidhausen) was zum Thema U-Bahn-Fahren:

Hier wird geschwiegen, was das Zeug hält. Mittlerweile habe ich das Gefühl, geredet wird in U-Bahnen grundsätzlich nicht
[…]
Ansonsten ist diskretes Beobachten angesagt, scheinheilig interessiertes Lesen der Werbeflächen, ins Gesicht gekuckt wird wenn, dann nur über die Reflektion der Scheiben, sonst wäre die Reaktion verstörtes Wegschauen.

[ weiter bei blog* aus heidhausen ]

Ganz klar, das hat was mit dem Münchengen zu tun, welches die Nase ein wenig in die Höhe wachsen lässt. Der gemeine Münchner mag den anderen gemeinen Münchner nämlich nicht. Er findet ihn seltsam, schlechtaussehend und unsympathisch. Deshalb möchte er mit ihm auch keinen näheren Kontakt haben. Bemerkenswert ist jedoch, dass jeder Täter und Opfer zugleich ist.

[ weiter bei EGO.writer ]

Gut, dass das mal gesagt wird! In anderen Städten bin ich immer ganz schockiert, wenn ich angeschaut oder, wenn’s ganz dumm läuft, auch mal angequatscht werde. Als Münchner ist man das halt anders gewohnt! 😉

Auf jeden Fall passt hier auch gut das Thema Flirten (bzw. ja eher das Nicht-Flitern) dazu: München schneidet nämlich im Gegensatz zu anderen Städten auch in diesem Fall nicht so gut ab. Aber immerhin folgt hier bei „fast jedem vierten Flirtversuch (22,5 Prozent) ein kurzes Gespräch.“ (siehe N24). Das muss ja auch mal gesagt werden!